Platzhalter In den noch jungen Aufforstungs-
flächen werden Wurzelstöcke verteilt, um schützende Orte
zu schaffen, die Tieren als künst-
liche Bruthöhlen und Rückzugsorte dienen.

Fauna & Flora

 

 

 

Die Baumaßnahme wurde auch deshalb auf einen Zeitraum von sieben Jahren angesetzt, um durch das schrittweise Vorgehen die Fauna so gut wie möglich zu schonen. Der Bauablauf wurde so gewählt, dass die auf der Deponie beheimateten Tiere in allen Bauabschnitten deponieinterne Fluchtmöglichkeiten haben. Baumfällungen finden nur außerhalb der Vogelschutzzeiten statt. Die Bauarbeiten beginnen mit der Rodung. Die Baumaßnahmen der einzelnen Abschnitte enden mit sofortiger Neupflanzung von Gehölzen. Um die Störung von Arten durch Transportverkehr und Staubemissionen zu minimieren, werden die Haupttransportstraßen nicht durch die Rückzugsgebiete hindurchgeführt. Die Hauptbaustraßen werden asphaltiert, um Staubentwicklung zu vermeiden. Die Entwicklung standortgerechter Gehölze wird in einer ausreichenden Artenvielfalt ermöglicht.

 

Die Mischanlage für den Bentokies, das Baumateriallager und die Personencontainer werden auf dem befestigten Betriebsgelände der Deponie situiert.

 

Die Münchner Stadtentwässerung stellt die rückgebauten Deponiebereiche rasch wieder her und fördert die Wiederansiedelung der vorhandenen Arten. Durch die Wiederverwendung und geeignete Lagerung von vorhandenem Rekultivierungsmaterial wird einem Großteil der Kleinstlebewesen das Überleben bis zum erneuten Einbau ermöglicht.

Die auf das notwendige Maß beschränkten Transportbewegungen und eine überschaubare Zahl von eingesetzten Baufahrzeugen und -geräten verhindern eine merkliche Zunahme von Lärmimmissionen an der nächsten Wohnbebauung und in die Isarauen.

 

Staubemissionen werden durch das kontinuierliche Befeuchten oder die Befestigung und teilweise Asphaltierung von Baustraßen minimiert. Baustraßen und Lagerflächen werden regelmäßig gereinigt. Geruchsemissionen werden nicht erwartet – der Eingriff in das Deponat ist nur gering.

 

Aufgrund zahlreicher Begehungen durch die Landschaftsarchitekten weiß man, dass es keine geschützten Pflanzenarten auf der Deponiefläche gibt. Aufgrund einer akribisch durchgeführten faunistischen Untersuchung ist bekannt, dass es auch keine geschützten Tierarten gibt. In Betracht kommende Arten, wie zum Beispiel bestimmte Spechtarten, sind auf Altholz angewiesen, das es auf der Deponie nicht gibt. Geschützte Arten, die in den Isarauen leben, gibt es auf der Deponie nicht. Das sind vor allem Feuchte liebende Arten, doch die Deponie ist ein Trockenstandort. Die abschnittsweise Vorgehensweise ermöglicht den Rückzug von Tieren in noch nicht betroffene oder rekultivierte Bereiche der Deponie. Die Münchner Stadtentwässerung stimmt gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen mit den Naturschutzbehörden ab.

Die Gehölzentfernung findet zeitlich gestaffelt statt. Sie ist auf die Zeit vom 1. Oktober bis 28./29. Februar des jeweils folgenden Jahres beschränkt, um die Gefährdung von Tier- und Pflanzenarten zu minimieren, zum Beispiel die Zerstörung besetzter Nester, eine Vernichtung von Eiern und Jungvögeln sowie eine Störung der Brut- und Aufzuchtzeiten.

 

Die Gehölze außerhalb des notwendigen Baubereichs werden als Landschafts- und Sichtschutz und als Zufluchtsbereich für die Kleinfauna von der Rodung ausgeschlossen. Pflanzungen und Ansaaten werden mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

 

Weder die Autobahnen noch die Freisinger Landstraße werden durch die Baumaßnahmen beeinträchtigt. Die Sicherheit des Straßenverkehrs ist gewährleistet.


Das Gelände der Deponie Nord ist als Jagd verpachtet. Für die Dauer der Baumaßnahmen wird die Jagdverpachtung ausgesetzt. Sollte es zu Dichtestress infolge von Überpopulation kommen, werden Maßnahmen mit der Unteren Jagdbehörde der Stadt München abgestimmt.

 

Sämtliche Auflagen des Natur- und Artenschutzes, des Gewässerschutzes und des Schutzes der Allgemeinheit vor negativen Auswirkungen des Vorhabens werden erfüllt.

 

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