Platzhalter Nachhaltige Sanierung: Eine einheitliche Rekultivierungs-schichtdicke von drei Metern auf dem gesamten Gelände erlaubt die natürliche Ansiedelung von einheimischen Gehölzen und verhindert eine Beschädigung der darunterliegenden Oberflächen-dichtung. Da nur sehr wenige Gehölze der standorttypischen Vegetation noch tiefer wurzeln, beschränkt sich der zukünftige Pflegeaufwand auf ein Minimum.

Nachhaltigkeit

 

 

 

Die Münchner Stadtentwässerung achtet auf Nachhaltigkeit und hat sich deshalb für die Abdichtung der gesamten Deponieoberfläche entschieden. Eine Abdichtung lediglich der derzeit noch 20 Prozent offenen Oberfläche würde die Sickerwasserneubildung nicht in ausreichendem Maß verhindern.

 

Die Abdichtung der gesamten Deponie ist zudem die wirtschaftlichere Lösung. Die Maßnahme kostet insgesamt 48 Millionen Euro und ist damit um 20 Millionen Euro günstiger als die Abdichtung der noch offenen Oberfläche – unter Berücksichtigung aller Investitions- und Betriebskosten. Die Betriebskosten entfallen nach Ende der Nachsorgezeit ganz. Die Investitionskosten für die Teilabdichtung von zirka 15 Mio. Euro wurden den laufenden Kosten gegenübergestellt. Es ergab sich eine Amortisation nach 12 Jahren. Bei einer Teilabdichtung blieben auf unabsehbar lange Zeit jährliche Unterhaltskosten von etwa 400.000 Euro. Das Kalkproblem bleibt weiterhin bestehen und würde trotzdem zusätzlich einen Neubau des Dränsystems erfordern.

 

Die Basisabdichtung aus Asphaltbeton wurde an dem umlaufenden Randdamm bis zur Dammkrone hochgezogen, so dass eine dichte Wanne entstand. Diese Dammkrone muss in der gesamten Länge freigelegt werden. Die neue mineralische Oberflächenabdichtung schließt daran in ausreichender Überlappung an. Dadurch entsteht ein rundum abgedichteter Deponiekörper.

 

Schätzungsweise 70 Prozent der bestehenden Rekultivierungsschicht können nach der Gehölz- und Wurzelstockentfernung für die neue Rekultivierungsschicht gewonnen werden.

 

Die geologischen Verhältnisse rund um die Deponie in der sogenannten Münchner Schotterebene stellen ein schnelles Versickern der Oberflächenwässer ohne Aufstau auf der Oberfläche sicher. Negative Auswirkungen auf die Umwelt sind bei der genehmigten Ausführung der Oberflächenwassererfassung und -versickerung nicht zu erwarten.

 

Um eine dauerhafte Begrünung ohne hohen Pflegeaufwand zu gewährleisten, die der potenziellen natürlichen Vegetation entspricht, wurden wissenschaftliche Erkenntnisse zugrunde gelegt. Bei einer Rekultivierungsschichtdicke von lediglich zwei Metern müssten sehr viele, sich von selbst ansiedelnde Gehölze bei der Pflege ständig entfernt werden, weil sie die mineralische Oberflächendichtung beschädigen könnten. Ein standortgerechter, artenreicher Wald könnte nicht entstehen. Bei einer Dicke von drei Metern müssen nur sehr wenige Gehölze, die sich durch Anflug ansiedeln, bei der Pflege entfernt werden, da nur wenige Gehölze der standorttypischen Vegetation tiefer als drei Meter wurzeln können. Die hohe Schichtdicke ist also sicherer und nachhaltiger, was den Pflegeaufwand betrifft. Das Rekultivierungsziel ist hier Wald, was nicht bei allen Deponien der Fall ist, hier aber durch die unmittelbare Nähe des Isarauwalds und den ständigen Samenanflug von Gehölzen geboten ist.

 

Die Deponieoberfläche wird so gestaltet, dass sie in das Grünordnungskonzept im Münchner Norden eingebunden werden kann. Das Areal wird zukünftig für die Bevölkerung geöffnet.

 

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