Platzhalter Durch das nachhaltige Sanierungskonzept kann der zukünftige Pflegeaufwand auf ein Minimum beschränkt werden.

Natürliche Pflanzen-gesellschaften werden in Zukunft naturnahe Bereiche im Areal der Deponie Nord bilden.

Die Nachsorge

 

 

 

Das Sickerwasser, das sich derzeit noch in der Deponie befindet, wird durch das bestehende Rohrsystem sukzessive abgeleitet. In einigen Jahren kann der Betrieb des Dränsystems komplett eingestellt werden. Somit entfällt in wenigen Jahren auch die derzeit noch erforderliche aufwändige Behandlung des Sickerwassers im Klärwerk Gut Großlappen.

Die Münchner Stadtentwässerung geht auf Nummer sicher und rechnet derzeit mit einer Nachsorgezeit von 30 Jahren, bevor der Betrieb der Dränleitungen und die Sickerwasserbehandlung vollständig eingestellt werden.

 

Nach der Sanierung wird oberflächlich ablaufendes Niederschlagswasser in den Straßenbegleitgräben des Deponiewegenetzes erfasst und zum Deponierand abgeleitet. Dort wird es entweder in eigens dafür vorgesehenen Versickerungsbecken versickert oder es wird in den Versickerungsgraben am Böschungsfuß eingeleitet. Niederschlag, der die Rekultivierungsschicht durchsickert, wird über eine auf der Oberflächenabdichtung angeordneten Dränageschicht erfasst und ebenfalls zum Versickerungsgraben abgeleitet.

 

Böschungsrasen und Landschaftsrasen werden angesät. Im Herstellungsjahr werden die Gehölzflächen dreimal ausgemäht, die Wiesen zweimal gemäht und fünfmal gewässert. Zwei Jahre danach werden die Gehölzflächen je dreimal ausgemäht und die Wiesen je dreimal gemäht.

 

Auch eine spätere Wiederbewaldung ist vorstellbar. Die Münchner Stadtentwässerung hat für diesen Fall vorsorglich eine einheitliche Rekultivierungsschichtdicke von drei Metern gewählt, so dass sich zum Beispiel auch auf Rasenflächen Wald bilden kann, falls irgendwann der geplante Landschaftspark nicht mehr gewünscht wird. Nach Beendigung der Pflegemaßnahmen werden nicht tief wurzelnde Baum- und Straucharten dicht aufgeforstet, um das Neuwachstum von Tiefwurzlern zu vermeiden.

 

Um die Auswirkungen der Vegetation auf die Deponieabdichtung beobachten zu können, wurden auf der gesamten Deponie etwa 50 Schürfproben durchgeführt, anhand derer beispielsweise die Wurzeltiefen der Gehölze beobachtet werden. Zusätzlich werden am nördlichen Deponierand zwei Vegetationstestfelder für die Untersuchung der Durchwurzelung errichtet. Diese ermöglichen eine eventuell bei der Beantragung der Entlassung aus der Nachsorge für notwendig erachtete Untersuchung der Durchwurzelung.

 

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