Auflastaufschüttung

Die gefüllte Deponie mit einer Schütthöhe von teilweise bis zu 30 Metern dient als Baugrund für die neue Oberflächenabdeckung. Dieser Baugrund besteht aus einem Netz ehemaliger Deponiestraßen und den dazwischen liegenden Klärschlammfeldern. Da der neue Dichtungsaufbau im Vergleich zur bestehenden Abdeckung wesentlich dicker ist, erhöht sich damit auch die Belastung auf den Baugrund. Die Bereiche mit den weicheren Klärschlammfeldern werden dadurch stärker zusammengedrückt als die festeren Bereiche mit den Deponiestraßen. Um eine Funktionsbeeinträchtigung der neuen Dichtungsschicht im Übergangsbereich von festem zu weichem Baugrund zu vermeiden, wird in den betroffenen Bereichen eine Auflast in Form einer Bodenaufschüttung aufgebracht. Durch das Gewicht der Auflast werden die zu erwartenden unterschiedlichen Setzungen vorab erzeugt. Erst nach Abklingen der Setzungen, in der Regel nach einem halben Jahr, wird die Auflastschüttung entfernt und das entsprechende Areal für den Dichtungsaufbau freigegeben. Somit ist gewährleistet, dass durch die neue dickere Oberflächenabdeckung in diesen Übergangsbereichen keine kritischen Setzungsunterschiede auftreten können. An insgesamt drei Stellen im Deponiegelände werden diese Auflastschüttungen benötigt. Im fachtechnischen Ausdruck wird hier von Vorbelastungsflächen gesprochen (abgekürzt VB1, VB2 und VB3).

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