Die Deponie Nord

Zahlen & Fakten

 

 

Deponiebetrieb

Die Deponie Nord wurde 1982 in Betrieb benommen und bis 1997 ausschließlich mit Klärschlamm aus den beiden Münchner Klärwerken befüllt. Von 1997 bis zur Stilllegung am 14.7.2005 wurde die Deponie mit Klärschlammasche befüllt.

 

Deponiegröße

Die Fläche der Deponie beträgt 17 Hektar, bis heute sind 13 Hektar abgedeckt. Die Vegetation auf dieser Fläche ist bis zu 20 Jahre alt.

 

Dauer der Baumaßnahme

Die Arbeiten beginnen im Februar 2009, in sieben Bauabschnitten soll die Abdichtung bis 2015 hergestellt sein.

 

Aufbau der neuen Deponieabdichtung – Schichten von unten nach oben

1. Deponat
2. Trag-/Ausgleichsschicht aus Klärschlammasche (KSA): 0,3 m
3. Kapillarbrechende Schicht: 0,3 m
4. Geotextile Trennschicht (PEHD)
5. Bentokiesabdichtung (2 Lagen): 0,5 m
6. Dränschicht: 0,2 m
7. Geotextile, filterstabile Trennschicht (PP)
8. Rekultivierungsschicht: 2,6–2,8 m

 

Rekultivierungsschicht inkl. Oberboden: 3,0 m
Oberboden: 0,2–0,4 m (je nach Vegetation)
Gesamtdicke: 4,3 m

 

Zusammensetzung des Bentokies

3% Bentonit
5% Tonmehl
92% Kies und Sand
Wasserzugabe (7% zur Wassersättigung)

 

Aufbau der alten Deponieabdeckung

Deckschicht aus tonig-bindigem Material in durchschnittlich 0,3 m Dicke.
Darüber Rekultivierungsschicht aus Roh- und Oberboden in variierender Dicke von 1–5m.

 

Klärschlamm

Der Klärschlamm kam mit 98 Prozent Wassergehalt aus den Faulbehältern des Klärwerks, wurde mittels Zentrifugen entwässert und vor der Ablagerung mit 50 Prozent Kalk stabilisiert.

 

Sickerwasser

Derzeit dringen etwa 30 bis 40 Prozent der Niederschläge durch die Abdeckung in den Deponiekörper ein. Dadurch fallen jährlich etwa 50.000 bis 70.000 Kubikmeter Sickerwasser an.

 

Dränsystem zum Sammeln des Sickerwassers

Besteht aus Hart-PVC-Rohren mit 15 cm Durchmesser, die auf der Deponiesohle im Abstand von 50 Metern angeordnet sind. Die Rohre sind teilweise deformiert oder zerstört. Kalkausfällungen verstopfen die Rohre. Die Rohre werden regelmäßig gereinigt, müssten allerdings ohne die beschlossene Oberflächenabdichtung in einigen Jahren komplett erneuert werden.